(wird auch  Equine Structural Integration genannt)

 

 

"Während die Chiropraktik auf Knochen und Gelenke fokussiert ist, wird beim Rolfing mit Geweben, die an Knochen und Gelenken ziehen gearbeitet. Jedes Pferd profitiert davon! - die Bewegungsabläufe werden harmonisiert, die freie Beweglichkeit wieder hergestellt. Schmerzen und überlastungbedingten Problemen wird vorgebeugt."

 

Fehlerhafte Körperhaltungen können Ursache vieler Erkrankungen sein.

Durch Fehlhaltungen wird mehr Energie als nötig gebraucht um den Körper aufrecht zu halten, welche nun bei der Krankheitsabwehr des Körpers fehlt.

Andauernder Stress, Spannungsverhältnisse und Unfälle beeinflusst die Struktur des Bindegewebes, die Fasern verkürzen sich, bzw. verkleben untereinander, was sich negativ auf die Körperhaltung auswirkt. Rolfing löst diese Fascien und erlaubt dem Körper sich auszurichten.

Das Bindegewebe ist neben den Muskeln und der Wirbelsäule ein wichtiger Faktor für die Körperhaltung.

 

Rolfing ist eine Mischung aus Massage und Chiropraktik. Ähnlich Massage, weil es involviert die manuelle Manipulation mit Weichteilgewebe. Ähnlich Chiropraktik, weil es die Wiederherstellung der Balance einer Körperstruktur anstrebt, aber während die Chiropraktik auf Knochen und Gelenke fokussiert ist, wird beim Rolfing mit Geweben, die an Knochen und Gelenken ziehen gearbeitet.

 

Ziel des Rolfings ist es, verklebte Bindegewebsschichten zu lösen, Verkürzungen zu dehnen und verhärtete Stellen geschmeidiger zu machen.

Wie bei der Chiropraktik werden hier nicht einzelne Symptome behandelt, sondern es wird auf die Normalisierung der gesamten Körperstatik großen Wert gelegt. Eine für das Pferd ökonomischere Qualität der Bewegung wird angestrebt. Dadurch werden Rücken und Gelenke geschont.

 

Rolfing hilft bei einer Reihe von Symptomen, vor allem bei „einseitigen“ Problemen (zB. Probleme beim Wechseln auf eine Seite, Biegung auf einer Seite - Symptomenliste siehe auch unter dem Menü Pferd). Auch ist es sehr hilfreich bei allen Pferden, um die Rehabilitation von Verletzungen oder Operationen zu fördern.

 

Die Technik ist langsamer als Massage. Oft sieht es so aus als ob der Therapeut nur mit seinem Ellbogen an einem Punkt am Pferd ewig lehnt. Den Effekt kann man aber fühlen und sehen – das Weichteilgewebe beginnt sich zu verändern und zu bewegen. Die Pferde beginnen oft zu lecken, kauen, gähnen und schütteln sich – alles Zeichen von einer Lösung des Gewebes.

 

Die Behandlung erfolgt in 4-5 aufeinander folgenden Sitzungen, die auf einen Zeitraum von 4-5 Wochen verteilt sind. Jede Sitzung dauert 45-90 Minuten.

Die während der Behandlung erziehlten Veränderungen wirken sich noch über Monate weiter auf den Körper aus. Dies ist normalerweise genug um die führenden Probleme zu behandeln.

Meistens bewegen sich die Pferde nach der Behandlung viel besser.

Manchmal verstärken sich die Symptome nach einer Behandlung weil tieferliegende Probleme hervortreten.

Wie auch Menschen fallen Pferde zurück in „alte Gewohnheiten“, was gelegentliche Folgebehandlungen notwendig machen kann.

 

 

Kontraindikationen: Pferde mit akuten Lahmheiten oder Entzündungen. Pferde, die Schmerzmittel oder Muskelrelaxantien bekommen haben.